Nachdem japanische Hersteller wie Honda den europäischen Markt für Kleinkrafträder erobert haben, bekommen sie nun Konkurrenz von ihren asiatischen Nachbarn. Mopeds aus China und Korea verkaufen sich immer besser.
Auto fahren ist bequem. Doch wenn man zusammenrechnet, wie lange man jeden Monat im Stau steht, und wie viel Benzin man für den Arbeitsweg verbraucht, kommt man auf erschreckende Zahlen. Deshalb steigen – besonders im Sommer – viele Menschen auf das Moped um. Auf einem kleinen Motorrad spart man Geld, weil es nicht so viel Benzin verbraucht wie ein Auto. Die Suche nach einem Parkplatz entfällt, was viel Zeit einsparen kann. Deshalb nehmen viele Menschen den Fahrtwind in Kauf und steigen auf ein Moped um.
Lange Zeit kamen die Mopeds auf deutschen Straßen, wie auch die meisten Autos, aus Deutschland selbst. Eine Handvoll kleine und mittlere Hersteller produzierten die Leichtkrafträder für die BRD und die DDR. Doch bereits vor dem Fall der Mauer drängten japanische Hersteller wie Honda auf den westdeutschen Markt. Honda hatte bereits einiges an Erfahrung mit den kleinen Zweirädern, war doch das erste von der Firma produzierte Fahrzeug ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Bereits seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stellte die Firma Mopeds her. Als die ersten Modelle in Europa eingeführt wurden, waren in Japan schon Millionen solcher Zweiräder vom Band gelaufen. So waren die Mopeds, die in Deutschland verkauft wurden, technisch ausgereift. Außerdem wurden sie zu günstig angeboten, denn sie wurden in großer Serie und mit verhältnismäßig billigen Arbeitskräften produziert. Nach der Wende erreichten sie auch in der ehemaligen DDR ein breites Publikum, da sie vergleichbar günstig, aber technisch weiter entwickelt waren als die dort bekannten Mopeds. Sie erreichten große Absatz-Zahlen – wenn auch keinen Kult-Status.
Zurzeit scheint es so, als würden sie nun ihrerseits von bisher Unbekannten überholt. Aus China und Korea kommen in Europa nun billigere Mopeds auf den Markt. Da sich die Maschinen bei der PS-Leistung in diesem Segment kaum unterscheiden, gibt oft das Design den Ausschlag, wenn man sich für ein Moped entscheidet. So wird die Palette der Mopeds und Roller zurzeit wieder breiter. Neben der klassischen Roller-Form findet man auch zunehmend solche Modelle mit größeren Rädern; Elektro-Roller sind immer häufiger anzutreffen.